Ausgabe 9

4 bis 4 ½ Jahre Warte, luege, lose, laufe

Mir vier Jahren geht es für viele Kinder los mit dem Kindergarten. Damit auf dem Kindergartenweg nichts passiert, üben Sie mit Ihren Kids die ersten Schritte im Strassenverkehr ausgiebig. Zentral dabei ist die wohl bekannteste aller Regeln, wenn es darum geht, Strassen zu überqueren: Warte, luege, lose, laufe.

Üben Sie mit Ihrem Kind, wie man eine Strasse überquert.

  • Damit es immer sicher ans Ziel kommt.

Erste Schritte im Strassenverkehr

In sieben Lernschritten sicherer unterwegs – mit dem Übungsprogramm der BFU, Beratungsstelle für Unfallverhütung, bewegt sich Ihr Kind mit der Zeit immer selbstständiger im Strassenverkehr:

Alle Informationen dazu gibt es auf der Ratgeberseite auf bfu.ch. Wichtig für alle, die den Kindergartenweg üben: Nicht erst am ersten Kindergartentag beginnen, sondern vorher und mehrmals üben. Und klar: Das eigene Kind so lange wie nötig zu Fuss begleiten. Vielleicht können Sie sich mit anderen Eltern zusammentun und einen «Pedibus» organisieren?

So oder so: Zentral für einen sicheren Kindergartenweg ist die Fähigkeit, Strassen sicher zu überqueren. Und da wiederum hilft die Regel «Warte, luege, lose, laufe».

Als erstes: Warten

Bevor Sie mit Ihrem Kind die Strasse überqueren: Zuerst einmal am Strassenrand stehenbleiben. Bringen Sie Ihrem Kind bei, nicht einfach auf die Strasse zu rennen.

Keine Eile: Als Erstes am Strassenrand warten.

Links schauen, rechts schauen

Dann den Verkehr genau beobachten. Ist ein Auto, Motorrad oder Velo zu sehen?

Zuerst nach links schauen, dann nach rechts schauen.

Hört man etwas?

Nichts Gefährliches in Sicht? Dann noch die Ohren spitzen und lauschen, ob ein Motor zu hören ist. Wenn nichts zu hören ist, ist es sicher.

Und jetzt: losgehen

Erst dann laufen, wenn nichts kommt oder die Räder des heranfahrenden Autos stillstehen. «Warte, luege, lose, laufe» – das können sich alle merken. Die Regel gilt immer, wenn man eine Strasse überqueren will. Und: Ist ein Fussgängerstreifen in der Nähe, die Strasse immer dort überqueren.

Ist nichts zu sehen und zu hören und haben alle Fahrzeuge angehalten, kann man den die Strasse überqueren.

Ampeln: Was bedeutet eigentlich rot, orange und grün?

Erklären Sie Ihren Kleinen, was die Farben bei den Ampeln bei Fussgängerstreifen genau bedeuten. Für uns ist das mittlerweile selbstverständlich. Aber auch wir mussten das zuerst lernen.

  • Rot: Bei Rot muss man warten. Autos, Motorräder und Velos haben Vortritt.
  • Orange: Auch bei Orange sollte man schon warten. Wer bei Orange bereits am Überqueren der Strasse ist, darf natürlich noch auf die andere Seite gehen.
  • Grün: Bei grün darf man gehen. Autos, Motorräder und Velos müssen warten, wenn die Fussgängerinnen und Fussgänger grün haben.

Übrigens: «Warte, luege, lose, laufe» gilt auch bei Fussgängerstreifen mit Ampel. Zwar haben Kinder und Erwachsene bei Grün Vortritt. Aber auch bei Grün muss man darauf achten, dass alle Fahrzeuge stillstehen, bevor man die Strasse überquert.

Sicher vorbereitet für den Notfall

In der Spezialausgabe von OUUPS! sind die wichtigsten Telefonnummern, Tipps für die Soforthilfe und die Hausapotheke zusammengefasst.

OUUPS! im Briefkasten

Die Regeln können Sie Ihren Kindern mit dem Bilderbuch «Zirkustag im Kindergarten» erklären. Eine digitale Ausgabe davon finden Sie oben. Als Abonnentin oder Abonnent von OUUPS! erhalten Sie ausserdem alle Ausgaben per Post zugeschickt – auch das Bilderbuch.

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Kontakt

Ruth Beer

Ruth Beer

Wiss. Mitarbeiterin Schule und Familie